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Das Kirchenmuseum ist eine eigenständige Abteilung innerhalb des Stadtmuseums Pinkafeld und gilt als eine in dieser Form einzigartige Einrichtung in der burgenländischen Museumslandschaft.
Der Kirchenraum dokumentiert die Entwicklung der römisch-katholischen Pfarre Pinkafeld, die als die älteste der Herrschaft Bernstein gilt. Über die Entwicklung der Kirchenbauten, die des Öfteren zerstört und wieder neu errichtet wurden, bis zum heutigen Gotteshaus wird ebenso berichtet, wie über die religiöse und geistige Blütezeit der Pfarre unter Pfarrer Joseph Michael Weinhofer und Gräfin Franziska Batthhyány in der ersten Hälfte des 19. Jhs. In dieser Zeit wurden mehrere Kapellen und das „Haus zum heiligsten Herzen Jesu“, -Kloster, Spital, Schule, Kindergarten und Waisenheim der Barmherzigen Schwestern -gegründet. Es wird heute noch als „Haus St. Vinzenz“ als Alten- und Pflegeheim“ betrieben.
Beleuchtet wird sowohl die Zeit der Gegenreformation, in der protestantische Adelsfamilien wie die Rindsmaul in Pinkafeld Zuflucht fanden, als auch die Auswirkungen des Toleranzpatents von 1781, das die Gründung der evangelischen Kirchengemeinde im Jahr 1783 ermöglichte. Die Schwerpunkte der Geschichte der evangelischen Pfarre A. B. Pinkafeld sind die Errichtung des ersten Bethauses 1785 und die Umbauten, die zum heutigen Erscheinungsbild der Pfarrkirche führten, sowie die Geschichte vom Waisenhaus zum Diakoniezentrum – Alten- und Pflegeheim.
Beide Pfarren gehören heute mit mehreren Filialen zu den größten des Burgenlandes.
Die Ausstellung umfasst eine Vielzahl sakraler Objekte, darunter eine gotische Mondsichelmadonna aus dem 15. Jh., Eremitenfiguren aus der Kalvarienbergkapelle, Kelche Kreuze und ein Taufgeschirr. Sie spannt einen Bogen zwischen der prachtvollen Ästhetik des katholischen Barocks und den schlichteren, aber ebenso bedeutenden Objekten der evangelischen Gemeinde.
Ein zeitgenössisches Bild zeigt Gräfin Franziska Batthyány in der Ordenstracht der Barmherzigen Schwestern, die sie nach Pinkafeld brachte und als Witwe dem Orden beitrat.